Junge Väter: Versuchspersonen von Politik und Rechtsprechung
Was die junge Vätergeneration heute angeht, so ist für mich keine andere vorstellbar, die so Vieles und so viel Widersprüchliches auf die „Väter-Reihe" bringen muss - oder müsste? Schon davor kann jeder Mann dank verlässlicher Verhütung entscheiden, sich trotz intensiv gelebter Sexualität nicht in die Reproduktionskette einzureihen; „entschuldigt" mit dem „Verantwortungs-" und/oder „Endzeit-Hedonismus-"Argument anlässlich des ohnehin aus seinen Fugen geratenden Globus. Ist er trotz alledem Vater geworden, ist er „Versuchsperson" in den Naturexperimenten (im Sinne Urie Bronfenbrenners) Neues Kindschaftsrecht, Elternzeit, Elterngeld, Kindertagesbetreuung/Kinderfrühbetreuung. [...] Und alle Verheißungen sind nur für Geld zu haben. Entlohnte Arbeit erhält so - über die elementare Sicherung der Lebensgrundlagen hinaus - enormes Gewicht; Wie viel Zeit bleibt da als Vater-Zeit, wie viel Aufmerksamkeit bleibt da als Aufmerksamkeit für das Kind?
Prof. Dr. Heinz Walter: „Väterforschung quo vadis", aus: DJI Online Thema 2008/11:
Vater werden - zwischen Wunsch und Wirklichkeit,
http://www.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=870.
