Zitat der Woche 19 / 2008
Die Krippen-Empfehlung der EU
Die EU empfiehlt für den Krippenausbau eine Größenordnung von 33 Prozent, eine unverbindliche Empfehlung, die sich nach den Bedürfnissen in jedem Land richten sollte. Wörtlich heißt es in den Schlussfolgerungen des Vorsitzes des Europäischen Rats vom 15. März 2002 für eine „verstärkte Beschäftigungsstrategie“ unter Punkt 32:
„Die Mitgliedstaaten sollten Hemmnisse beseitigen, die Frauen von einer Beteiligung am Erwerbsleben abhalten, und bestrebt sein, nach Maßgabe der Nachfrage nach Kinderbetreuungseinrichtungen und im Einklang mit den einzelstaatlichen Vorgaben für das Versorgungsangebot bis 2010 für mindestens 90 % der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und für mindestens 33 % der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen“.
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Zur Bedeutung des Humanvermögens
In einer mittel-und langfristigen Strategie für Wirtschaft und Gesellschaft geht es nicht nur um Beschäftigung und Arbeitsmarkt, sondern mehr noch um die Bildung von Humanvermögen. Dazu heißt es im Fünften Familienbericht der Bundesregierung:
„Der Beitrag der Familien zur Humanvermögensbildung, der durch die Versorgung, Erziehung und Betreuung der nachwachsenden Generation erbracht wird, ist nach seiner Bedeutung und seinem ökonomischen Wert weithin unbekannt und wird nicht ausreichend gewürdigt.“
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien und Familienpolitik im geeinten Deutschland – Zukunft des Humanvermögens (Fünfter Familienbericht), Bundestagsdrucksache 12/7560, Bonn 1995, S. 291.
„Die Bildung von Humanvermögen gehört zu den unverzichtbaren Aufgaben jeden Gemeinwesens. Sie ist ohne die Bereitschaft, Familien in ausreichender Zahl zu gründen und Kinder in einem Klima elterlicher Zuwendung aufzuziehen, nicht zu erfüllen.“
Vgl. ebd., S. 320.