Zitat der Woche 27 - 2008
Ehe und Ehedauer erhöhen die Geburtenrate
„Die Lebensform mit langer Ehedauer, nämlich mehr als zwölf Jahren, und der Entscheidung als Hausfrau und Mutter zu leben, führt mit 2,2 Kindern zu dem demographisch notwendigen Reproduktionsniveau. Aber auch hier wird bei Teilzeittätigkeit, aber ähnlich langer Ehedauer, eine relativ hohe Reproduktionsrate von immerhin 1,8 Kindern pro Frau erreicht. […] Auch bei der Analyse der anderen Lebensformen im Zusammenhang von Arbeit und Einkommen spielt die Ehedauer eine relativ große Rolle in Bezug auf die Zahl der Kinder. Ist man unverheiratet und verfügt über ein geringes Haushaltseinkommen, ist die Kinderzahl relativ klein. In der gleichen ökonomischen Situation steigt die Kinderzahl bei verheirateten Paaren bei den 37- bis 43- jährigen Frauen von 0,5 auf 1,36 Kinder. Diese wenigen Zahlen machen auch deutlich, dass nicht die ökonomische Förderung der Ehe die Eheschließung beeinflusst, sondern viel mehr die gemeinsame Lebensvorstellung des Paares, sich für Kinder zu entscheiden. Denn unabhängig von der Höhe des Einkommens haben diejenigen, die verheiratet sind, viel mehr Kinder als die Nicht-Verheirateten“ (1).
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(1) Vgl. Hans Bertram: Die Mehrkinderfamilie in Deutschland. Zur demographischen Bedeutung der Familie mit drei und mehr Kindern und ihrer ökonomischen Situation. Expertise für das Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 46-47.
