Zitat der Woche 32 - 2008
Mann und Frau, Vater und Mutter, Familie und Zukunft
„Sind wir uns bewusst, dass es alle gegenwärtig lebenden Menschen, einschließlich uns selbst, nur deshalb gibt, weil es in der Vergangenheit zu einer intimen Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau, spricht Vater und Mutter, gekommen ist? Sind wir uns bewusst, dass die ganze hinter uns liegende Menschheitsgeschichte, ja selbst die Evolution, von dieser Dualität bestimmt ist? Sind wir heute Lebenden uns bewusst, dass in einigen Jahren kein einziger mehr von uns leben wird, sondern nur noch diejenigen, die wir – wie auch immer – gezeugt und aufgezogen haben? Sind wir uns bewusst, dass diese zukünftige Generation ganz wesentlich in ihrem Denken, Fühlen und Handeln von dem geprägt sein wird, was sie mit uns als Vater und Mutter und in der Gemeinschaft mit ihnen beiden erfahren oder nicht erfahren haben? […] Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Überlegungen für unsere Gesellschaft? […]
Bei aller
Schwäche des Menschen und der immer bestehenden Möglichkeit des Scheiterns
erweist sich die Beziehung von Mann und Frau und die darauf gründende Familie
als die natürliche Grundlage, an der sich die anderen Lebensformen orientieren.
Sie ist das, was am sichersten in die Zukunft führt und bei der die Chancen auf
das Heranwachsen einer neuen, lebenstüchtigen
Generation am höchsten sind. Konsequenterweise müssten sich Gesellschaft und
Staat ganz danach ausrichten. Es müsste Kernaufgabe von Gesellschaft und Staat
sein, diese Lebensform in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen und sie
als Leitbild in das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu bringen“.
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Christian Spaemann: Plädoyer für die Ehe von Mann und Frau, S. 43-51, in: Vatican-Magazin 3/2008, S. 45-46 sowie S. 50.
