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Zitat der Woche 43 - 2008

 

Bindung, Kultur, Weisheit – Die Rolle der Eltern

 

„Die Bindung war früher unbewusst in die Kultur eingebettet und heute ist sie das nicht mehr. Das ist uns verloren gegangen. Wir haben auch die dazugehörige Weisheit verloren. Früher war es so, dass die Eltern natürlicherweise eine tiefe Bindung zu ihren Kindern hatten und die gesamte Gesellschaft sich auf die Kinder bezog. Auch das ist verloren gegangen. [….]Es gibt da eine falsche Vorstellung über das Wesen von Lehre und Lernen. Die Kraft des Lehrenden liegt nicht in seiner Ausbildung, sondern die Kraft liegt immer in der Beziehung des Kindes zu demjenigen, von dem es lernen soll. Wenn die Bindungen des Kindes an die Eltern stark sind, dann werden die Eltern automatisch zum wirksamsten und größten und wichtigsten Lehrer des Kindes in seinem Leben. Nordamerikanische Studien haben gezeigt, dass die Kinder, die von ihren Eltern unterrichtet worden sind, im Eingangstest der Universität besser abschneiden und sogar von den Eliteuniversitäten inzwischen bevorzugt werden. Also die Beziehung des Kindes zu denjenigen, die verantwortlich sind, die Bindung, macht die eventuelle Inkompetenz der Eltern, was Wissen angeht, im Ergebnis mehr als wett.“

 

Der Entwicklungspsychologe und Bindungsforscher Professor Gordon Neufeld (Kanada) im Interview mit dem Deutschlandfunk am 22. 10. 08 um 8 Uhr 20

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/864090/

 

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