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Zitat der Woche 46 - 2008

Besser gleichzeitig: Chancengleichheit lebenslang

„Es liegt daher nahe, die Bandbreite möglicher Lebensgestaltungen durch eine bessere Vereinbarkeit von Ausbildung und Familiengründung zu erweitern. Das Bildungswesen kann hierzu durch Verkürzung der Ausbildungszeiten einen sehr wichtigen Beitrag leisten. [...] Durch die Gleichzeitigkeit von Ausbildung und Familiengründung wird die Phase des Berufsstarts und der Festigung der Berufsposition von den Problemen der Familiengründung entlastet. Allerdings werden die Ehepartner etwas später den Übergang in den Beruf vollziehen. Der „Gewinn“ geht jedoch vor allem auf das „Lebenskonto“ der Frau. Der erwähnte Bruch in der Chancengleichheit wird vermieden oder sehr gemildert. Die lebenslange Chancengleichheit hat – auch im Blick auf Karriere und Alterssicherung – günstigere Perspektiven als beim Phasenmodell. Die familiale Alltagsbewältigung wird in der Ausbildungsphase stärker von Frau und Mann gemeinsam geleistet als in der Berufsphase. […] Auf die Herausforderung, solche gesellschaftlichen Strukturen zu schaffen, die das Entstehen von Familien und die Praxis partnerschaftlichen Lebens erleichtern, muss somit von der Bildungs- und der Arbeitswelt gemeinsam reagiert werden.“

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien und Familienpolitik im geeinten Deutschland – Zukunft des Humanvermögens (Fünfter Familienbericht), Bundestagsdrucksache 12/7560, Bonn 1995,  S. 213.

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