Zitat des Monats, 2013 / 25-26, 24.06.2013

Familienlohn, Eigentum, Freiheit: Trias zum Wohl der Gesellschaft


Wochen 25-26/2013

Als natürliche Gemeinschaft, in der die menschliche Solidarität erfahren wird, leistet die Familie einen einzigartigen und unersetzlichen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft. [...]. Ein ganz besonderes Verhältnis besteht zwischen der Familie und der Arbeit: „Die Familie bildet einen der wichtigsten Bezugspunkte für den rechten Aufbau einer sozial-ethischen Ordnung der menschlichen Arbeit“. […] Um dieses Verhältnis zwischen Familie und Arbeit zu bewahren, muss der Familienlohn, das heißt ein Lohn, der ausreicht, um der Familie ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, berücksichtigt und geschützt werden. Dieser Lohn muss die Bildung von Ersparnissen ermöglichen, die den Erwerb von Eigentum erlauben und damit Freiheit garantieren: Das Recht auf Eigentum ist eng mit der Existenz von Familien verbunden, die sich auch dank ihrer Ersparnisse und der Bildung von Familieneigentum vor der Bedürftigkeit schützen können. Es gibt vielfältige Möglichkeiten den Familienlohn konkret werden zu lassen. Zu seinem Zustandekommen tragen einige wichtige gesellschaftliche Maßnahmen bei wie etwa das Kindergeld und andere Leistungen für Personen, die eine Familie zu ernähren haben, oder auch die Vergütung der von Vater oder Mutter geleisteten häuslichen Arbeit.


Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden (Hrsg.): Kompendium der Soziallehre der Kirche, Freiburg 2006, S. 169-170; S. 195-196.