Zitat des Monats, 2020 / 1, 28.01.2020

Eltern sind Vorbild Nummer eins


Eltern sind Vorbild Nummer eins

„Ganz gleich, wie Eltern reagieren, Einfluss auf die sexuelle Entwicklung ihrer Kinder nehmen sie immer. Eltern sind im Umgang mit Körperlichkeit und Sexualität das Vorbild Nummer eins für ihre Kinder. Sie vermitteln den Kindern, wie gut sie selbst ihren eigenen Körper kennen und ob sie ihn wertschätzen…. Wir Erwachsenen schaffen auch ohne Worte und lange Erklärungen ein Gefühl von Privatsphäre, Sinnlichkeit und Körperbewußtsein. Kinder übernehmen das…. Wenn wir Kindern die eigenen Erwartungen überstülpen („Nun gib der Tante schon einen Kuss!“) vermitteln wir ihnen, dass sie ihr eigenes Nähebedürfnis, ihre Schamgrenzen nicht mehr spüren dürfen, sondern überhören sollen. Damit wird ein Kind für Missbrauch anfällig. Nein sagen ist wichtig für die körperliche und seelische Unversehrtheit““.

Aus: Eva Tiullmetz und Peter Themessl: Papa hat’s aber erlaubt. Kösel-Verlag, 2006, München, Seiten 182 und 189.

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Ziel ist die Verwirrung und Entnaturalisierung

Die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ hat in den letzten Jahren zunehmenden Eingang in die politischen Zielsetzungen und schulischen Reformbestrebungen der Bundesländer gefunden. …  Angesichts solcher und weiterer Unterrichtsmaterialien stellt sich die Frage, ob es sich bei den diskutierten Bildungs-und Aktionsplänen der Länder tatsächlich um Antidiskriminierungsmaßnahmen handelt oder ob es nicht vielmehr darum geht, „Heterosexualität, Generativität und Kernfamilie zu entnaturalisieren“, wie es Uwe Sielert, einer der führenden Verfechter der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ formuliert. Dem entspricht, daß das von Sielerts Schülerin Elisabeth Tuider mitverfasste Praxisbuch beschreibt, daß die Zielsetzung dieses Ansatzes u.a. „in der VerUneindeutigung, in der Verwirrung, in der Umbewertung einer nachteilig zugewiesenen Position“ bestehe.

Aus: Arnd Uhle (Hrsg.) Sexuelle Vielfalt – Gegenstand staatlicher Erziehung? Grund und Grenzen der Sexualpädagogik in der staatlichen Schule. Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte, Band 83. Duncker und Humblot, Berlin, 2015, S. 5f.