Symposium 2013: Bindung - Bildung - Gewaltprävention

 

am 5. Juli 2013
im Kongresszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, München

 

 

 

Die Zahl der jugendlichen und heranwachsenden Gewalttäter ist nach der Statistik des Bundeskriminalamtes seit Jahren leicht rückläufig. Das ist auf den ersten Blick beruhigend. Angesichts rückläufiger Kinderzahlen sind die Befunde gleichwohl besorgniserregend. 

 

Gerade weil die Zahl der Kinder in Deutschland seit vier Jahrzehnten sinkt und weiter sinken wird, darf, wie es gerne gesagt wird, „kein Kind verloren gehen, müssen wir jedes Kind mitnehmen“. Denn Kinder sind die Zukunft. Gewalttätige Kinder und Jugendliche jedoch bieten keine gute Zukunft. 

 

Ihr Potential ist nicht nur verloren, sondern kann sich zu einer Gefährdung des Gemeinwohls auswachsen. Im Licht des demographischen Wandels und der Zukunft des Gemeinwohls, aber auch angesichts wachsender Brutalität bei Gewaltakten sind Antworten auf Fragen nach den Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von jugendlicher Gewalt dringlicher denn je. Die Fragen haben zu tun mit der Bindungs- und Verantwortungsfähigkeit junger Menschen, mit ihren frühen und frühesten Prägungen in Familie und Schule, mit ihrem Gebrauch neuer Medien und dem Einfluss von Gleichaltrigen. 

 

Erst in Ansätzen erforscht ist die Bedeutung der Musik für Prävention und Therapie gewaltbereiter Jugend-

licher. Die Antworten auf solche Fragen geben auch Aufschluss darüber, ob wir auf dem Weg in eine re-

pressive oder solidarische Gesellschaft sind, ob Konsens oder Konflikt, Hass oder Liebe unsere Zukunft prägen.

 

Die Veranstalter wollen mit dem Symposium über „Bindung-Bildung-Gewaltprävention“ ein Forum für diese Fragen bieten und versuchen, auch Antworten zu geben. In einer ersten Runde am 5. Juli werden Befunde dargestellt, Ursachen erforscht und erste Konsequenzen für die Prävention aufgezeigt. 

 

Veranstalter des Symposiums ist das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. in Koope-

ration mit der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Teilnahme (nach Anmeldung) ist gebührenfrei und schließt die Tagesverpflegung ein. Die Veranstaltung ist als Fortbildung (besonders für Lehrer) anerkannt. 

 

Die bayerische Staatsministerin für Sozialordnung, Arbeit, Familie und Frauen, Christine Haderthauer, hat die Schirmherrschaft des Doppel-Symposiums übernommen. Der Bundesinnenminister hat ein substan-

tielles Grußwort zugesagt. 

 

Das Symposium in München ist Teil einer kleinen Reihe gleich-artiger Veranstaltungen mit anderen Refe-

renten und Politikern in anderen Bundesländern im Laufe von vier Jahren. Den Auftakt bildete das erste Symposium 2011 im Landtag des Freistaats Sachsen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Die Reihe soll das Problem umfassend in seiner gesellschaftlichen und individuellen Bedeutung darstellen und für die Politik in Deutschland und darüber hinaus Anstösse zur Prävention

bieten. Die Veranstaltungen werden in Dokumentationsbänden veröffentlicht.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 


Vorstand und Geschäftsführung des iDAF